“Fürst Otto von Bismarck lebe hoch!“ Ein Bericht zur Veranstaltung des Altmärkischen Kreises der Bismarckfreunde, anlässlich seines 200. Geburtstages

IMG-20150404-WA0019Hätte Fürst Otto von Bismarck es jemals für möglich gehalten, so vielen deutschen Herzen Kraft und Hoffnung zu spenden? Für Viele gilt er als Beweis, das man Visionen, ja sogar dem Unmöglichen durch Zielstrebigkeit Leben verleihen kann. Vor allen Dingen ist sein Name aber Sinnbild vom Traum der Deutschen nach einem gemeinsamen Hort, der ihnen Heimat und Zukunft bietet. Was kam für viele Männer und Frauen also näher, als dem Ruf des Altmärkischen Kreises der Bismarckfreunde zu folgen und am 04.04.2015 Bismarcks Geburtsstätte in Schönhausen an der Elbe zu einer gemeinsamen Feierstunde zu bereisen?

Dass es sich bei der aktuellen Bundesrepublik nicht um diesen eben erwähnten Hort von Heimat und Zukunft für die Deutschen handelt, zeigten deren Vertreter mal wieder mit “deutscher Gründlichkeit. Hatten sie doch mit Müllsäcken und Absperrbändern versucht, den Veranstaltungsort auf dem Gelände des als “Schloss II” bekannten Bismarck-Museums zum Ort der Hässlichkeit umzuwidmen.IMG-20150404-WA0016 Auch die üblichen Aufsteller mit dem gesamten Phrasenkatalog der bundesdeutschen Demokratie durften dabei nicht fehlen. Es ist bezeichnend für die heutige Unfähigkeit der herrschenden politischen Klasse, eines großen Angehörigen der deutschen Nation wie Bismarck nicht ohne Zweifel und Scham gedenken zu können. Die angereisten Gäste ließen sich jedoch davon nicht stören und in ihnen wuchs nur weiter das Bewusstsein, in einer Canossa-Republik (Lennart Meri, ehemaliger estischer Staatspräsident) bzw. einem Teufelsaustreibungsstaat (Michael Klonovsky, u.a. Autor des Focus) zu leben.

Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit der verlesenen Laudatio des Mitglieds im Europäischen Parlament und ehemaligen Parteivorsitzenden der Nationaldemokraten Udo Voigt, welcher leider nicht persönlich erscheinen konnte. Allein der historischen Wahrheit verpflichtet, folgte darauf ein Vortrag des Historikers und legendären Streiters für Frieden und die Wiedervereinigung der Deutschen, Wolfgang Juchem. Jener umfasste sowohl das politische Schaffen als auch das Vermächtnis des Reichskanzlers Bismarck, spannte den Bogen aber weiter zu den Ursachen der vermeidbaren (!) „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, dem Ersten Weltkrieg, bis hin zu den noch immer damit verbundenen Problemen in der heutigen Zeit. Besonders fein arbeitete der Referent dabei die verhängnisvolle Rolle der USA und seiner Finanzeliten an der Ostküste heraus. Einmal mehr konnte die Art, wie die offiziellen BRD-Vertreter sich als Völkerfreunde aufspielen und gleichsam in Nibelungentreue an der Seite der US-Amerikaner in fremde Länder einmarschieren, bei den Zuhörern nur Unverständnis auslösen.

Die musikalische Begleitung an diesem Tage übernahm der nationale Liedermacher Frank Rennicke. Neben Klassikern aus seinem Repertoire bot er dem Publikum auch kurze Exkurse in die deutsche Geschichte sowie scharfzüngige Kommentare zur Zeitgeschichte dar. Besonderes Augenmerk legte er auf die fehlende Meinungs- und Geistesfreiheit im freiesten Staat, den es je auf deutschen Boden gab. Die Pausen zwischen den einzelnen Beiträgen wurden von den Gästen genutzt, um das Areal um Bismarcks Geburtshaus zu erkunden. IMG-20150404-WA0011So findet man im Park neben anderen Gedenksteinen auch einen für die Gefallenen der 12. Armee. Dieses nach ihrem Befehlshaber General Walther Wenck benannte letzte Aufgebot sollte in der Endphase des Zweiten Weltkrieges Berlin entsetzen. Wenck ignorierte hingegen den undurchführbaren Führerbefehl, hielt kurz vor der Reichhauptstadt und nahm bei Beelitz, Ferch und Neuseddin unzählige vor der Roten Armee flüchtende Zivilisten und Soldaten der aus dem Kessel von Halbe ausbrechenden 9.Armee auf und rettete damit deren Leben. Anfang Mai 1945 gingen die Reste des militärischen Großverbandes schließlich bei Tangermünde in die US-amerikanische Gefangenschaft.

IMG-20150404-WA0014Zum Abschluss bleibt nur, die Angehörigen des Altmärkischen Kreises der Bismarckfreunde zu ihrer gelungenen, vorbildhaften Veranstaltung zu beglückwünschen und mit einem Zitat Bismarcks zu enden, wobei die besagte Gottesfurcht auch als Synonym für unser moralisches Gewissen zu verstehen ist:

“Wir können durch Liebe und Wohlwollen leicht bestochen werden vielleicht zu leicht -, aber durch Drohungen ganz gewiß nicht! Wir Deutschen fürchten Gott, aber sonst nichts auf der Welt; und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen lässt.”

Otto von Bismarck

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